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Atmosphärisches Wochenbuch

Dünnbier's Geräusche

Raimund Schöll am 07.10.2011

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Ein Geräusch bemüht sich gerade, mir ins Ohr zu fallen. Dieses lästige Heizungsflüstern, welches heiser hier in den Raum hineinwirkt. Aber ich ignoriere das nicht einmal (K. V.). Andere Geräusche kommen höchstpersönlich von mir selbst. Ich glaube, diese autoeratischen Phänomene sind es, die einen am meisten stören. Der größte Teil der Menschheit versteigt sich gerne in die Idee, die anderen seien es, die Störungen verursachen, die anderen seien die Blöden, glaubt die Mehrheit der Menschen. Wenn ich ehrlich bin, steckt so ein Harndrang auch in mir. Dennoch tendiere ich stark dazu, mich an mir selbst aufzureiben. Das scheint das Naturell zu sein, das mir gegeben ist, denke ich.

Aus: Theo Dünnbiers Gedankenfluchten - Die Kunst den Überblick zu verlieren, unveröffentlichtes Manuskript, 2010

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