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Atmosphärisches Wochenbuch

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Matthias Ohler am 28.02.2013

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Zählt, was zählbar ist? Ein eigenartiges Verb: zählen. Es hat unterschiedliche Valenzen.

Besonders interessant ist der Unterchied dieser beiden: der zweiwertigen a zählt b (bspw. Fritz zählt Birnen, Hannah und Volker zählen Kunden, Matthias zählt Geld, usw.), die auch eine elliptische, einwertige Form aufweisen kann, die nur auf die Tätigkeit als solche fokussiert, im Unterschied zu irgendwelchen anderen Tätigkeiten: a zählt (bspw. Matthias zählt, i.S.v. ... mal wieder, statt zu kochen, schlafen, putzen, lesen,denken, etc.) zur anderen einwertigen Form, die einen vollständigen, nicht-elliptischen Satz hergibt (einen wohlgeformten, wie manche Linguisten sagen): a zählt (bspw. Vertrauen zählt, Nur Hass zählt, das zählt und sonst nichts, usw.).

In dieser zweiten Form erscheint das, was zählt, nicht als Tätigkeit, sondern wie vollkommen eigenwirksam, ohne jemandes Zutun, und so mächtig, dass wir kaum geneigt sind, in Betracht zu ziehen, dass es sich vielleicht irren könnte. (Als Subjektposition kommt auch nur in Ausnahmefällen ein auf eine Person referierender Ausdruck in Betracht, zB Alles, was zählt, ist der Führer; und  der bzw. das so Bezeichnete schlüpft schon aus dem Personsein hinaus. Die Frage, für wen dies oder jenes zählt, ist mit in den Schatten gelegt.) –

Es sei denn, wir erlauben uns gewahr zu werden, dass auch dies nur schlichte Behauptungen von irgendjemandem sind, der irren kann, - Behauptungen, die also genauso falsch sein können wie jede andere Behauptung auch.

Zählt die Anzahl der Aufrufe einer Website? Man kann sie zählen. zB 17.200 im Februar 2013. Man kann erstaunt sein, zufrieden sein, weiter gespannt sein. Aber zählt sie? - Gleichwie, sie ist interessant. Denkt Victor.

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