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Atmosphärisches Wochenbuch

Siege nach Regeln

Matthias Ohler am 30.08.2011

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Nun, da alle Welt meint, das militärische Engagement der NATO sei als der wesentliche Beitrag zum Ausgang des Krieges in Libyen anzusehen, will man das natürlich auch schon immer so gesehen haben. Zum Geschäft der Öffentlichkeitsarbeit politischer Opposition gehört es, den Gegner machen zu lassen, um ihn dann zu loben oder zu tadeln, je nachdem, wie die Sache ausgegangen ist, und das dann vorher eh gewusst zu haben. Wozu also die ganze Aufregung? Die Spielregeln werden von allen eingehalten. Bis mit Nicht-Beteiligung an Militär-Einsätzen, wie 2002, vielleicht mal wieder eher Wahlen zu gewinnen wären. Damals hatte die Oppositionsführerin und heutige Bundeskanzlerin nicht abgewartet, sondern flog dem US-amerikanischen Präsidenten an den Hals - und ihre Partei verlor die Wahl.

Welche Personalentscheidung für die FDP weise war, und welche Konsequenzen sie bei den anstehenden Wahlen haben wird, weiß man erst dann, wenn die Wahlen gelaufen sind, im Nachhinein. Wie das bei Weisheitsfragen auch eher die Regel ist. Weisheitslehrer bedienen den Markt mit gegenteiligen Bekenntnissen. Das ist halt hier die Regel.

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