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Atmosphärisches Wochenbuch

Selbstorganisation und Urteil

Matthias Ohler am 10.09.2011

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Wie sich die Bilder schon wieder gleichen - und die Kommentare unterscheiden. So wenig, wie sich Systemtheorie zum ethisch-moralischen Sicherheitsdienst eignet (siehe Fritz B. Simons Beitrag in der Systemischen Kehrwoche des Carl-Auer Verlages heute), so wenig scheinen dafür auch Phänomenologie oder anderes zu taugen. Die ägyptischen Mauerspechte an der israelischen Botschaft in Kairo sind schwer zu beschreiben. Dazu ist mit Phänomenologie so wenig oder so viel zu sagen wie mit jedem anderen ernstzunehmenden, aussagekräftigen theoretischen Code. Warum fällt es so schwer, das als Vorteil dieser Codes zu begreifen? Wahrscheinlich, weil es die Eigenverantwortlichkeit für Urteile stärker in die Aufmerksamkeit rückte. Man bekommt so keine Argumentations-, Überzeugungs- und Bewertungs-Truppen beisammen, die sich automatisch über die Mobilisierung vorsortierter Beschreibungen in Bewegung setzen. Am deutlichsten wird das, wenn man selbst nur um Nuancen anders sortierte Beschreibungen ausprobieren wollte, als sie in den meisten Medien angeboten werden. Das Problem der phänomenologischen Verkürzung zum Beispiel ist grammatisch gut zu zeigen: "Es zeigt sich hier ... ..." - WEM, das wird nicht mehr berücksichtigt. Wie sich die Beschreibungen schon wieder gleichen.

Wie schafft man es, unterschiedliche Beschreibungen einander begegnen und voneinander vielleicht lernen zu lassen? Man mag das hier jetzt als Werbung verstehen. Dennoch: Es ist das Konzept der Carl-Auer Akademie, die sich u.a. so präsentiert:

"Eine Aufgabe der Carl-Auer Akademie ist es, unwahrscheinliche Kommunikation zu ermöglichen, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, die sich sonst nicht treffen würden. (...) Wenn Meinungen aufeinander treffen, hat Gregory Bateson einmal sinngemäß formuliert, ist das keine Katastrophe, sondern eine Chance." Gegen den Trend, nur Gleichgesinnte zum Gespräch zu bitten oder billige Schaukämpfe in Talkshows zu inszenieren.

Gleich zweimal besteht dazu Gelegenheit: Mit Humberto Maturana zur Selbstorganisaiton und Nicht-Steuerbarkeit lebender Systeme, und mit Ute Clement zu Management im interkulturellen Raum. Aktuell, finde ich.

http://www.carl-auer-akademie.de/

Chancen, die man nutzen könnte und die der Kommentarfertigkeit des alltäglichen Mediengelabers ein bißchen den Wind aus den Segeln nemen könnten.

Ich bin ja der Auffassung, dass man das - aus einer Perspektive - auch als Spezialthemen Atmosphärischer Intelligenz begreifen kann. Dazu gibt´s Ende September wieder das Themenseminar.

http://www.atmosphaeriker.de/pages/weiterbildungsangebot/merkst-du-was-atmosphaerische-intelligenz.php

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