skip to content
Leuchtturm image

Übersicht

Atmosphärisches Wochenbuch

Schwimmen

Matthias Ohler am 26.05.2012

-> Hier können Sie Kommentare lesen oder schreiben

Nach einem äußerst inspirierenden Arbeitstreffen mit Elena Esposito und Aldo Haesler, das der Vorbereitung des geplanten Systemischen Labors zum Thema sozialer Steuerung über Geld diente (http://www.carl-auer-akademie.de/cms/16.html), hat sich mein Blick auf die Wirkung unserer Wahrnehmung von Geld, in allen seinen thematischen Schattierungen, auf das Gefühl, worin wir eigentlich leben (sprich: in welchen Sphären und Atmosphären), noch einmal intensiviert. SWR1 berichtete unlängst in den stündlichen Nachrichten (nicht im Kommentar, in den simplen Nachrichten) nach den letzten Wahlen in Griechenland, bezogen auf Reaktionen auf den Ausgang der Wahlen, nicht nur ausführlich, sondern ausschließlich über die Reaktion der Finanzmärkte. Auch das ist ein Aspekt von Monetarisierung. Diese Beobachtung kann man anstellen, ohne irgendetwas dabei zu bewerten oder gar zu beschimpfen. Das Kommunikations- und Steuerungsmedium Geld nimmt einfach immer weiter und rapide an Bedeutung zu. Zugleich wird es in seiner materiellen Form immer flüchtiger. Alle möglichen Reaktionen darauf sind darauf bezogen und unterstützen diesen Prozess. Wenn unser Interesse daran, was das bedeutet, mit wächst, halten wir uns wach dafür, mitzubekommen, was wir da miteinander machen.

"Wir schwimmen im Geld. Sehen wir zu, dass wir nicht darin absaufen. Und wenn doch, sollten wir uns tüchtig in die Kiemen legen." (Victor Klein zu Sepp Aggermann, Brüssel 2012)

Kommentare

28.05.2012

Raimund

Erstaunlich ist ja auch, dass wir täglich vor den Nachrichten mit den neuesten Börsennews versorgt werden. Wen interessiert das eigentlich?, frage ich mich schon länger. Und wer versteht's überhaupt? Gestern las ich, dass der Großteil der Deutschen der ganzen Eurodiskussion nicht mehr folgen könne und wolle. Die Deutschen hätten sich ausgeklinkt, seien von den ewigen Euro-Wie-Gehts-Weiter-Talkshows mehr und mehr genervt. Keiner würde mehr irgendetwas verstehen.

Wenn das nun Mal kein Schwumm in's Trübe werden wird, uns nicht der Sauerstoff irgendwann mal ausgeht!

Hier können Sie Kommentare schreiben

Zur Übersicht