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Atmosphärisches Wochenbuch

Nirgendwo

Matthias Ohler am 19.09.2012

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Dass wir nicht nicht in Atmosphären sein könnten, wir leichthin behauptet in Anlehnung an Paul Watzlawicks Behauptung, man könne nicht nicht kommunizieren. Wie bei allen diesen auf Dauer nicht mehr hinterfragten Schlauheiten, die Gewissheitskarriere machen, ist hier eine Verkürzung passiert, die auf einer perspektivischen Einschränkung basiert und einen grammatischen Trick benutzt. Natürlich kann man nicht kommunizieren - sollen doch die andern für Kommunikation halten und sogar nehmen, was sie wollen. Dass man dies wiederum nicht beeinflussen kann (?), heisst nicht, dass man selber kommuniziert hat. Kommunikation ist eine Beobachterkategorie - auch in der Selbstbeobachtung. Nicht in Atmosphäre sein, heißt, atmosphärelos sein (z.B. wenn man eine gerade nervende Atmosphäre los ist). Beispiel: Im Konzert stupft mich der Nachbar an: Wat is, isset nich sensationell aufregend? Erst als er mich ein zweites mal stupft, merke ich es. Ich schaue ihn an: Was hast Du gesagt? Er fragt: Wo bist´n Du? Darauf ich: Nirgendwo. - Und das kann extrem stimmen. Und ist nicht immer schlimm. Überlegt Victor.

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