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Atmosphärisches Wochenbuch

Nibelungen

Matthias Ohler am 23.04.2013

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Also gut, Karl-Heinz Rummenigge kann sich den FC Bayern ohne Uli Hoeneß gar nicht vorstellen, sagt er nach dem Rausch (oder noch im Rausch) gegen den FC Barcelona am gestrigen Abend. Das sagt wahrscheinlich mehr über Rummenigge als über den FC Bayern. Ich halte es für eine emotionale Äußerung, die einer nüchternen Überprüfung wohl nicht standhalten wird. Zumindest darf man das für den FC Bayern hoffen - und ein bißchen für die deutsche Fußballwelt mit - , dass der Club bzw. sie nicht in einer solchen monarchischen Abhängigkeit steht. Das ist keine Vorverurteilung. Und es ist wohl - zumindest noch - unbestritten, dass der Verein wirtschaftlich außergewöhnlich gut da steht. Der jüngste Personaleinkauf (Mario Götze) bestätigt das. Aber die Nibelungentreue Rummenigges, Robbens und anderer ist Atmosphärenpflege in Zeiten, wo´s laufen muss. Es werden wahrscheinlich schon bald andere Zeiten kommen, wo man auf fernere Zukünfte schaut, in denen´s auch laufen muss. Mit oder ohne Hoeneß. Und ohne Rummenigge irgendwann auch. Ohne Heynckes ist ja schon geplant. Und in Dortmund ohne Götze. Wen überrascht das alles wirklich.

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