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Atmosphärisches Wochenbuch

Montagsgedenke

Raimund Schöll am 18.03.2013

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Papst Franziskus wird gelobt als einer, der sich für die Armen einsetzt, dem jeder Prunk fremd ist, der sich lieber im Mittelklassewagen durch Rom fahren lässt, ja selbst mit Macht-Gestiken sparsam und bedacht umgeht. In Sachen personalpolitischer Unterschiedsbildung zeigt sich die katholische Kirche mal wieder von der schlauen Seite, ja ist sie wohl darin immer schon naturbegabt gewesen, wenn's erforderlich war. Da kann jeder Fußballverein was lernen. Denken wir an die jüngste Kette: Johannes Paul II., als leutseliger Charismatiker, dann Benedikt XVI., als ernsthafter Denker, und nun Franziskus, als heiter Bescheidener. Für Abwechslung war und ist gesorgt. Ist am Anfang jedes Mal ein bisschen wie Kindergeburtstag. Doch atmosphärisch wird der Vatikan wohl der Vatikan bleiben, wie auch der Petersplatz der Petersplatz bleiben wird und alles andere typisch Katholische. Die Päpste, die auf den berühmten Balkon treten, wechseln, seit Jahrhunderten. Die katholische Grundkulisse bleibt. Das ist schlicht das Geheimnis. Das Geheimnis der katholischen Kirche.

Denke ich, sagt er.

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