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Atmosphärisches Wochenbuch

Maya-Konsequenz

Raimund Schöll am 25.12.2012

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Konsequenz im Handeln ist angesichts der globalen Risiken vielleicht die größte Herausforderung für uns Menschen des 21. Jahrhunderts. Klimaveränderungen mit den daraus drohenden Migrationsströmen, Vermüllung, Armut, Bildungsmangel, Infektionskrankeiten, ethnisch motivierter Terrorismus, wirtschaftliche und psychologische Depression, um nur ein paar der aktuellen Themen zu nennen.

Doch kann man da zwei grundlegende Reaktionsweisen auf diese Risiken unterscheiden: Die eine, ich nenne sie mal die agnostisch-skeptische (August Rodin’ s Denker lässt grüßen), zieht ihre Schlüsse vorrangig aus dem Zweifel, dem eigenen Unbehagen und aus der menschlichen Vorstellungskraft. Wir wissen nicht wirklich, welche die richtigen und letzten Antworten auf Krisenhaftes sind, aber wir sollten handeln, würde das Motto lauten. Letztendliche Entscheidungsgrundlage ist das (Mit-)Gefühl.

Die zweite, vielleicht die gläubig-atheistische Herangehensweise, zieht ihre Schlüsse aus festen Gewissheiten. Man glaubt einer wissenschaftlichen oder politischen Theorie oder einem „heiligen Buch“. Was zählt ist der Rechtglaube an das eigene Denksystem, und die Begeisterung für das Recht-Behalten gegenüber den Anderen. Man selbst versteht sich als eine Art „Spiegel der Wirklichkeit“. Es geht darum, das einzig Richtige zu tun. Das (Mit-)Gefühl als Entscheidungsbasis ist dabei nachrangig, bestenfalls gewissheitsstabilisierend.

In vielen Diskussionen, aber auch in Alltgagssituationen kann man die eine oder andere dieser Reaktionsweisen auf die Herausforderungen des Lebens verfolgen. Wobei die zweite immer noch überwiegt, kommt mir vor.

Wenn das Brimborium um den abgelaufenen Maya-Kalender vielleicht irgendeinen Sinn gehabt haben könnte, dann vielleicht den, dass wir gelernt hätten, uns die nächsten Jahrhunderte auch mit unseren Denk- und Herangehensweisen intensiver auseinander zu setzen. Eine Rose ist keine Rose ist eine Rose.... Dabei wäre mehr (Mit-)Gefühl als Grundlage vielleicht eine kluge Devise. Denke ich, sagt er.

(O.G.)

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