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Atmosphärisches Wochenbuch

Maturana und Die Ewige Verdammnis

Matthias Ohler am 27.09.2011

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Auch wenn mir die Angstbesetzer-Worte des Mittelalters, wie ´Fegefeuer´ und ´Ewige Verdammnis´, nicht wirklich attraktiv erscheinen, machen mich, nachdem wir Gott sei Dank dem Mittelalter so ziemlich entwachsen zu sein scheinen, die heutigen wie ´Top-Bonität´ und ´Bankenbeben´ auch nicht wirklich ruhig ums Herz. Aber: was oder wer steckt eigentlich dahinter?

Darüber etwas zu lernen, dürfte Gelegenheit sein bei einer Begegnung mit Humberto R. Maturana, einem der wirklich innovativen Begriffs- und Konzeptfinder. Maturana hat es geschafft, uns als lebende Systeme konsequent ins eigene Visier zu kriegen und selbst für diesen Prozess noch Beobachtungs- und Beschreibungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen - wahrlich keine Kleinigkeit. Er kommt über die Carl-Auer Akademie Anfang November aus Chile nach Berlin - vielleicht zu einem seiner letzten Besuche nach Mitteleuropa.

http://www.carl-auer-akademie.de/

Die Leitfrage dieser Veranstaltung - "Wie steuert man ein System, das sich nicht steuern lässt?" - berührt aus meiner Sicht ein derzeit lebensnervliches atmosphärisches Phänomen, nämlich wie wir verstehen können, wie Banken beben können und wir dem ausgeliefert zu sein scheinen, obwohl Banken doch keine Erdplatten sind, sondern Plattformen menschlichen Handelns. Maturana begegnet in Berlin dem Medienwissenschaftler und Publizisten Bernhard Pörksen, mit dem gemeinsam er das Buch Vom Sein zum Tun publizierte. Vielsagender Titel, vielversprechende Begegnung.

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