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Atmosphärisches Wochenbuch

Live-Musik

Matthias Ohler am 31.07.2010

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Der Ankündigung, eine Veranstaltung werde Live-Musik haben, kann man noch nichts genaues Atmosphärisches entnehmen. Aber eine atmosphärische Botschaft ist damit klar ausgedrückt: Entweder werden die Musiker für eine gute Atmosphäre sorgen – das heißt einfach, man kann als Besucher der Veranstaltung seine Membran offen gestalten und den Beiträgen der Musik Einlass gewähren in die eigenen Prozesse der Glücksgestaltung; oder – wohl die schlechtere Alternative – man wird ertragen müssen, daß das Aktanten-Bündel Live-Musik es einem schwer macht, die Membran so zu schließen, daß die musikalischen Beiträge eher wenig oder gar keinen Einfluss haben.

Im ersten Fall wird man kaum merken, daß man auch hier kaum in der Lage ist, die Membran zu schließen, weil man es wahrscheinlich eher nicht will.

Beides demonstriert die Komplexität atmosphärischer Beteiligungs- und Wirksamkeitsverhältnisse, für die eine an Ideen der Autopoiesis orientierte Beschreibungsform sicher hilfreich ist.

Für alltägliche professionelle Veranstaltungen wie Schule, Verlag, Verwaltung, Formenbauunternehmen, Vertrieb (Innen- und Aussendienst)  uva mögen aus der ausführlichen Beobachtung atmosphärischer Gegebenheiten und Erfahrungen gute Ideen zu gewinnen sein. Live-Musik gibt es da nämlich immer. Und - das unterscheidet diese Veranstaltungen von anderen - man ist immer Teil der Band.

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