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Atmosphärisches Wochenbuch

Leere Gesichter der Macht II

Raimund Schöll am 01.08.2014

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Das Dumme an dem, was ich in Teil 1 über die leeren Gesichter der Macht geschrieben habe, ist, dass die Anmutungen der betreffenden Gesichter ja vermittelte Anmutungen, also keine unmittelbaren Eindrücke sind, die uns - was bleibt uns übrig - via Medium sprich Print und Fernsehen zugeworfen werden. Wie die Herren Netanjahu, Assad, Erdogan, Putin und Konsorten sonst noch schauen, wenn sie sich medial unbeobachtet fühlen, bleibt der geneigten Fantasie überlassen. Aber meine ich, guckte einen da mehr oder weniger die schiere Blödheit an - also wenn so ein Putin morgens aufwacht, kann ich mir jedenfalls nichts anderes vorstellen. Genau die gleiche systemische Blödheit im übrigen, die auch aus mir schaut, wenn ich morgens aufwache und im Begriff bin, meinen Job wieder aufzunehmen, meine Rolle zu spielen, nur mit dem Unterschied, dass meine Blödheit sicher ungefährlicher ist als die dieser Herren. Meiner Meinung nach sollte sich jeder hin und wieder die Gesichter von Autokraten und anderen Menschenvernichtern in der Früh vorstellen. Das wäre sehr heilsam. Die innere Enthronisierung des Bösen sozusagen. Systemisch bedingte Blödheit (Manchmal aber auch schier angeborene bzw. familiär sozialisierte Blödheit à la George Bush) vermittelte sich so gesehen u.a. über sich unbeobachtet fühlende Gesichter. Ob Intelligenz das auch tut, müßte man untersuchen, wäre jedoch eine andere Frage. 

(O.G., Tagebucheintrag)

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