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Atmosphärisches Wochenbuch

Hedgistan

Matthias Ohler am 20.02.2011

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Die Cayman Islands in der Karibik bezeichnet man in der Finanzbranche auch als Hedgistan. Dort tummeln sich die Verwalter und Bespieler der größten und gewagtesten Hedgefonds. Und der Boom geht - nachdem die „bösen Buben“ so unerwartet gut und besser als viele andere überlebt haben -  gerade erst wirklich los. Die Zeit vor der großen Krise wird sich gegen das, was zu erwarten ist, eher wie ein mittlerer Weihnachtsmarkt ausnehmen.

Die Inselgruppe diente – glaubt man einem Bericht im Wirtschaftsteil der ZEIT vom 5. Januar diesen Jahres – auch einmal als Piratenversteck. In diesem Bericht über den fünftgrößten Finanzplatz der Welt wird auch gefragt: „Warum Cayman?“ Ein Grund liegt auf der Hand: Steuerfreheit. In den Worten der ZEIT: „Die Aufsichtsbehörden hätten ein ´freundliches Klima´ für die Branche geschaffen.“

Der Artikel bietet übrigens einige merkenswerte Gedanken über den Sinn und die förderliche Wirksamkeit der Hegdefonds, auch und gerade im regulierten Kreditwesen, für kurzzeitig klamme Unternehmen zum Beispiel, oder für als riskant, aber genial bewertete Entrepreneurs. Wenn man so will: Sauerstoffzelte in der verbrauchten Luft der Polit-Kredit-Türme.

Obwohl man sich auch da trifft; beispielsweise in der „Penthouse-Lounge des New Yorker Parker-Meridien-Hotel“ mit Blick auf Manhattan (http://www.parkermeridien.com/index1.php ). „Die Branchenvertreter sind zusammengekommen, um über die Zukunft der Hedgefonds zu sprechen. Ihre Stimmung ist entspannt.“ New York liegt nicht in der Karibik. Bietet aber die Atmosphäre. Hedgistan kann überall sein.

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