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Atmosphärisches Wochenbuch

Hände falten

Matthias Ohler am 13.04.2012

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Ostern ist vorbei, und es wurde wieder jede Menge geschenkt. Ich stehe der Osterschenkerei weniger skeptisch gegenüber als früher (vgl Fritz Simons Beitrag unter http://www.carl-auer.de/blog/simon/geschenke-3/#more-2706 ). Die Beziehungsregulation steht im Vordergrund, meist die erfreuliche, zumindest die als erfreulich beabsichtigte. Und ist nicht Ostern Sinnbild für den Versuch des christlichen Gottes, etwas zu schenken, das seine Beziehung zu den Menschen auf eine völlig neue Grundlage stellen soll? Natürlich ist das in Zusmamenhang mit dem großen Weihnachtsgeschenk zu sehen. Schon von daher wäre es auch ganz in Ordnung, an Ostern genau so viel zu schenken wie an Weihnachten.

Was ist allerdings die mögliche Gegengabe seitens Menschen angesichts dieses Geschenks? Die vollständige Hingabe des eigenen Lebens. Das macht das Weihnachts-Oster-Angebot des christlichen Gottes so prekär und asymmetrisch. Jay Haley hat das in Die Jesus-Strategie humorvoll untersucht: http://www.carl-auer.de/programm/978-3-89670-591-4.

Interessant sind die Versuche der Assimilation von Geldgeschenken an symbolträchtigere Gaben, indem man aus Geldscheinen alle smögliche bastelt und faltet; siehe zum Beispiel: http://www.basteln-gestalten.de/geldgeschenke . Steckt dahinter die Idee, mit den Händen zu falten statt diese selber?

Jedenfalls wird hier die subtile soziale Regulation durch Geld in vielfältiger Form symbolisiert. Mehr dazu unter link 4: http://www.carl-auer-akademie.de/cms/wie_machen_wir_geld.html

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