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Atmosphärisches Wochenbuch

Glückwunsch, Ali!

Matthias Ohler am 17.01.2012

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"Es ist schwierig, bescheiden zu sein, wenn man so großartig ist wie ich." So sagte einmal Muhammad Ali, der jetzt siebzig geworden ist. Ihm gelingt es bis heute, die Zirkularität von Aufmerksamkeit und Großartigkeit zu bedienen und bedienen zu lassen - bis ins Atmosphärische Wochenbuch hinein. Zu seinen größten Taten gehört sicher die Kriegstdienstverweigerung mit der Begründung, kein Vietcong habe ihn je ´Nigger´ genannt. (An Aktualität kaum zu übebrieten.) Das unterscheidet Ali von Elvis Presley, und er wäre als GI wahrscheinlich auch nicht so euphorisch in Deutschland begrüßt worden wie dieser. Er hat es auch geschafft, seinen neuen Namen Muhammad Ali akzeptiert und benutzt zu bekommen; wahrscheinlch kennen viele jüngere seinen Geburtsnamen, seinen Sklavennamen, gar nicht. Muhammad Ali ist im Sport- und Showleben, also im wirklichen Leben, einer, wie es Max Frischs Stiller - pardon: Mr. White - in der Weltliteratur ist. Glückwunsch!

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