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Atmosphärisches Wochenbuch

Fokus Intelligenz

Matthias Ohler am 16.03.2012

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Ein Vorteil des atmosphärischen Fokus, besonders in Kontexten, wo es häufig mit der Verantwortungzuschreibung für miese Stimmung und fehlende Schaffenslust recht schnell geht: Schuld- und Absichtszuschreibungen sind nach wie vor möglich, aber nur begrenzt konzeptionalisierbar und vor allen Dingen begründungsbedürftig. Es sei denn, man ist an eher okkulten Verständnissen von Atmosphäre interessiert, die dem komplizierten Emergenz-Charakter von Atmosphären aber nie gerecht werden können. Und auch dafür muss man die Konzepte bereitstellen und sie begründen, wenn man nicht auf schiere Unterordnung setzen will.

Der Vorteil des Redens über Amtosphärische Intelligenz: Die Entscheidung, den Intelligenz-Begriff zu benutzen, hat gute Gründe. Das lateinische intellegere übersetzen wir unter anderem mit verstehen. Aus den Wortbestandteilen inter / zwischen und legere / wählen, lesen  heraus kann man Intelligenz pointierter verstehen als wählen zwischen oder herauslesen aus. Man kann auf diese Weise die Wahrnehmung dafür forcieren, dass der Umgang mit und das Leben in zwischenmenschlichen Atmosphären zum einen existenziell bedeutend ist, zum anderen einer Beeinflussung eher zugänglich, als wir vielleicht denken. 

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