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Atmosphärisches Wochenbuch

Doofmann aus Pjöngjang

Raimund Schöll am 12.12.2012

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Pjöngjang hat heute eine Rakete über den Pazifik geschickt. Man konnte den Dildo in den Nachrichten übers Meer fliegen sehen. Hinter der japanischen Insel Okinawa platzte das Ding und zersprang donnernd in alle Teile. Im nordkoreanischen Fernsehen anschließend - die üblichen Freudentänze verzückter Menschen und operettenreifes Siegesgeschrei der Fernsehmoderatorin im Seidengewand.

In meiner Schulzeit da gab es diese Klassenkameraden von der Sorte ....Doofmann, glaub ich, nannte man die. Man mochte sie nicht besonders die Doofmänner, weil sie so für sich waren, teils streberhaft, aber doch feindselig, meistens aus dem Hinterhalt operierend, irgendwelche Gemeinheiten ausheckend. Heute würde man wohl auf reaktive Kontaktstörung oder so ähnlich tippen. 

Aber waren sie mit von der Partie. So wie es den unvermeidlichen VW-Golffahrer und alkoholisierten Schulhausmeister gab, gab es halt die Doofmänner. Und wenn man sie dann doch mal aus den Augen verloren hatte, na dann – ja man konnte fast drauf wetten - furzten sie. Flup. Dann wusste wieder jeder: ach ja der Doofmann wieder. Adolf Hitler soll solche Angewohnheiten - nicht ganz freiwillig - auch gepflegt haben. Er litt sein ganzes Leben lang unter Blähungen.

Jungführer Kim Jon Un aus Nordkorea hat heute erstmals einen raus geflupt. Er hat sich zu bewähren, musste eine Duftmarke als Klassenprimus setzen. Ein typischer Doofmann halt. 

Aber leider ist wohl historisch unvermeidlich, dass es sie gibt. Wie damals in der Schule. Sie wachsen wie Pilze nach. Nicht klein zu kriegen. Das Dorf, die Stadt, die Welt ohne unter Blähungen leidende Doofmänner? Eigentlich undenkbar. Leider.

(O.G.)

Kommentare

13.12.2012

MatO

Yes, we can. That's all the wanna say. In diesem Falle: beängstigend.

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