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Atmosphärisches Wochenbuch

Diesel, Dreck und Gummi

Matthias Ohler am 14.12.2016

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Heute Vormittag: Ich will auf dem Fußweg zum Bahhof die Straßenbahntrasse kreuzen. Die Straßenbahn steht noch im Weg. Hinter ihr der Bus. Zwischen beiden gehe ich durch. - - Der Bus schaut.  - Die Farbe. Das grippige Köchern des Motors. Der Geruch. Der Duft. - Das ist es. Es erinnert. - Da steht der 11-Jährige vorm großen Rad der Welt. Vorderrad eines grippig köchernden Busses. Es duftet nach Diesel, Dreck und Gummi. Die Sozialdemokraten regieren, hat er gehört. Es ist Wahlkampf, hat er gehört. ´Sozialdemokraten´ und ´regieren´ klingen wie Köchern, Diesel, Dreck, Gummi und Vertrauen, fühlt er. Arbeiten. Zusammengehören. Entspannung. Goldzahnlachen. Kittel. Rot wie der Bus. Einsteigen. - - Langsam verfliegt das Erinnern mit Eintritt in den Bahnhof. Bahnhof klang wie sich gern Aufhalten. Er fährt vorbei an geschlossenen verblechzaunten verfallenden Bahnhöfen mit vorgebauten grauen Knochensteinplattformen. Die Bahn singt zu laut. Rot. Aber kein Schienen-Bus. Man stolpert, aber man schaukelt nicht.

 

 

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