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Atmosphärisches Wochenbuch

Coole Schwachköpfe

Matthias Ohler am 15.05.2012

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"Wenn ich mich um eine gute Atmosphäre bemühe, tue ich das auch für mich selbst. Ich möchte mich wohlfühlen wo ich bin." Das sagte Jürgen Klopp im SZ-Interview am Freitag vor dem DFB-Pokal-Finale. Der Mann hat was verstanden. Feiner Unterschied: Er spricht von Bemühen, nicht von Machen. Und er fährt fort: "Es ist eines der grössten Missverständnisse der Menscheitsgeschichte, dass man nicht nett sein sollte. (...) Die Welt wimmelt nur so von Frauen, die nette Männer verschmäht haben und sich coole Schwachköpfe ausgesucht haben. Und dann klagen sie, dass sie mit den Schwachköpfen nicht klarkommen, weil die nicht nett sind." - Das ist eine interessante Erweiterung der ersten Aussage. Um eine gute Atmosphäre bemühen, würde das bedeuten, hat auch was damit zu tun, wo man mit wem ist und was man dazu, wer dabei ist, selber beiträgt, also welche Menschenansammlungen man aufsucht, wen man einlädt, in wen man sich verliebt, usw. Wie sehen das die andern, wenn man selber dabei ist? Ich wüsste schon manchmal gern, wer mich als coolen Schwachkopf erlebt. Und wer vielleicht nur als Schwachkopf - oder cool. Manchmal will ich´s auch lieber nicht wissen.

Kommentare

21.05.2012

Ute

Die Kriterien liegen auf der Hand, irgendetwas unterscheidet den coolen Schwachkopf vom wirklich netten Menschen. Die Schwachköpfe sind die Blender! Die geblendeten werden zu Schwachköpfen! Wo findet man die Netten? Ich denke, das sind die, die es schaffen dem Augenblick kein Ende zu geben.Wir alle suchen nach den Netten, nach denen die es möglich machen aus einem schönen Traum nicht zu erwachen...Das ist atmosphärisch...
LG Ute

21.05.2012

Matthias Ohler

Am anstrengendsten wird bei diesem Maskenspiel sicherlich sein, herauszufinden, was denn als Kriterien gilt, die man vorspielen muss, um als nett zu gelten. Da das eben allemal ein schwachsinniges Spiel zu sein scheint, wundert es nicht, wenn das Outing als Schwachkopf die Folge ist.
Ihr Tipp ist, glaube ich, sehr gut!

20.05.2012

Ute

Hallo Hr. Ohler,
nach dem Beitrag vom 1.11.11 musste ich wiedermal reinlesen. Ich lasse mich gerne zum Nachdenken anregen. Der Vergleich zwischen netten Männern und Schwachköpfen hat mich angeregt und dabei fiel mir ein, dass die netten Männer oft leider zu Schwachköpfen mutieren. Ich will damit nicht sagen, dass sie das nicht schon waren, sondern dass sie sich anfangs besonders anstrengen die Kriterien eines netten Mannes zu erfüllen. Nur auf die Dauer ist das verdammt anstrengend und schon hat man einen Schwachkopf an seiner Seite!! Das gilt aber genauso für das andere Geschlecht!
Wollen sie wirklich wissen wer Sie für einen Schwachkopf hält, dann hören Sie gut zu, wenn sie mit jemandem reden, der Ihnen nicht so gut gesinnt ist.
LG Ute J.

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