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Atmosphärisches Wochenbuch

Blasale Erfahrungen

Matthias Ohler am 25.05.2011

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Peter Sloterdijk hat sich bei seiner „philosophischen Interieursforschung“ des Begriffs der Blase bedient, auch im Plural. Es geht dabei um Innenräume, die Menschen miteinander herausbilden als „Gewölbe konsubjektiver Intimität“. Wie es PS eigen ist, schraubt er sich in immer weitere Tiefen metaphorischer Nachspürung und poetischer Argumentation hinein. Man mag dazu stehen wie man will: die Erfahrungen des alltäglichen Lebens und der eigenen Intersubjektivitäts- und Subjektivitätsgeschichte sind dadurch um einige Ausdrucksmöglichkeiten reicher. Und so ist man angeregt, selber weiter daran anzuknüpfen mit eigenen Wort- und Bildschöpfungen (ganz systemisch: Anschlussoperationen). Als jemand, der in den vergangenen Monaten in dieser Hinsicht einiges an blasalen Erfahrungen machte, weiß ich, wie nützlich das ist. Tode, Umzüge, Trennungen, Umbildungen. In mindestens Kongenialität zum Peter diagnostizierte meine Lebensfreundin treffend: Blasenentzündungen.

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