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Atmosphärisches Wochenbuch

Banalitäten und Polt

Matthias Ohler am 08.05.2012

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"Das meiste ist ja banal, was nicht heißt, dass es nicht komisch ist. In der Banalität sind die feinsten Sachen drin. Delikatessen geradezu." Gerhard Polt zum für ihn woarscheinz banalen Ereignis seines siebzigsten Geburtstages am gestrigen Tage. Man könnte diesen Satz auch als programmatischen Satz für die Atmosphärologie des Zwischenmenschlichen hernehmen. Die feinen Unterschiede (Bourdieu) sind die interessanten, weniger die groben. Wie bei einem Süppchen, das von einem Moment zum andern plötzlich überwürzt schmecken kann, können Atmosphären kippen - und doch sagen andere: jetzt schmeckt mir´s erst richtig. Natürlich gilt das, grob gesagt, auch für die Unterscheidung fein-grob. Na fein.

Schade, dass wir kein direktes Gespräch zwischen Hannah Arendt und Gerhard Polt werden erleben können.

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