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Atmosphärisches Wochenbuch

15, Silvio und Benedetto

Matthias Ohler am 24.02.2013

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15.000. Und jetzt hat der Februar noch 4 ganze Tage. Ich sage aber nichts mehr dazu vorm 28., sonst wird´s langweilig ...

Sprechen wir über etwas anderes Aktuelles: Wenn ich Immobilienbesitzer wäre, würde ich trotzdem nicht Berlusconi wählen, bloß weil er verspricht, die Immobiliensteuer zurückzahlen zu lassen. Er ist einfach nicht mehr zuverlässig, wenn er, wie heute geschehen, der Oberbekleidung entledigte Frauen, die sich bei der Abgabe seiner Stimme im Wahllokal auf ihn stürzen wollen, mittlerweile überwältigen und abführen lässt, ohne persönlich ein zu greifen. Wahrscheinlich hat er keine Chance gesehen, dieses Ereignis als Wiedergutmachung für die ihm entzogene öffentliche Wahrnehmung in der letzten Phase des Wahlkampfes zu sehen. (Ausserdem waren die protestierenden Frauen keine wahlberechtigten Italienerinnen.) Papst Benedikt hatte ihm die Show gestohlen. Dass mittlerweile spekuliert wird, Benedikt habe sich wegen eines Netzwerks homosexueller Vatikanisti so eilig vom Stuhl Petri zurückgezogen, wird sogar diesen kurzen Wahrnehmungsblitz für Silvio wieder in den Schatten stellen. Diesmal pack er´s wohl nicht, seinen alten Stiefel wieder aufzunehmen. Es wird auch ohne Berlusconi noch lustig genug werden in Europa. 

Kommentare

25.02.2013

deaXmac

“L’uomo non è il padrone del pianeta, è solamente un suo amministratore.”
“Wir Menschen sind keine Herrscher, sondern Verwalter.”
Wenn man es einmal in Synopse Revue passieren lässt und die europäischen Godfather-Versionen seit dem WW II betrachtet, könnte man glatt auf die Idee kommen, dass Camora und Cosa nostra nun mit ihren Hollywood-Versionen von Demokratie mit ihrem Latein am Ende zu sein scheinen. Bin jedenfalls gespannt auf mephistophelische Interventionen auf griechisch.

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